Silvia Long-ohni / POEMAS (Traducción al alemán: Alejandro Drewes)

Autor:
Silvia Long-ohni
DEL AMOR PRESENTE


Descubrir
tu voz de enredadera
anudarse a mis ojos
vueltos hacia la noche
y el rastro de tu boca,
sombra que se detiene en el misterio
de mi cuerpo desnudo.

Descubrir que te amo
después de haberte amado.



VON DER HEUTIGEN LIEBE


Um nur zu entdecken
deine kletternde Stimme,
als sie geht aufwärts
an meine Augen verknotet,
der Nacht gedreht
und die Spur deines Mundes,
wie Schatten im Mysterium angeholt
von meinem nackten Körper.

Um nur zu entdecken, daB ich dich so liebe,
danach, Dir geliebt zu haben.






DE LAS COINCIDENCIAS


Quisiera que tengamos
aquella coincidencia del árbol y la hiedra,
del sol y la amapola,
del mar, la ruta y las estrellas.

Porque la vida misma
se nutre del encuentro
de un pájaro y un cielo,
de tu intención de ser
un poco lo que soy.

No sin razón
coinciden las mareas
con tantas otras cosas,
y el río y el misterio
con el adiós y el vuelvo
y el silencio.



VON DEN ZUFÄLLEN


Ich wünsche, daß wir hätten,
der Zufall von Efeu und Baum,
von Sonne und Mohnblume,
von blauem Meer und Strecke,
und Sterne.

Weil das Leben selbst
ernährt sich aus der Begegnung
von einem Vogel mit dem Himmel,
von Deiner Absicht um zu sein
ein kleines bißchen das, was Ich bin.

Nicht ohne Grund die Gezeiten
anfallen so vieler anderen Sachen,
und Fluß und Geheimnis
fallen mit auf Wiedersehen, Rückkehr,
und Ruhe zusammen.






DE LO TRANSITORIO


Transitar breves días
como alondra que pasa.

Como alondra que pasa,
despreocupada y sola.

Ninguna eternidad es tan eterna.



VON DER FLÜCHTIGKEIT


So kurze Tage zu verkehren,
als eine Lerche, die nur vorübergeht.

Als eine Lerche, die nur vorübergeht,
nachlässig, so einsam.

Keine Ewigkeit ist so ewig.






DE LA AUSENCIA


Es esa voz que emigra
de mi lenguaje roto
la que intenta llamarte
en esta noche oceánica
de médanos dormidos.

Pero no hay sustantivo
que nombre este silencio.



VON DER ABWESENHEIT


O diese Stimme, die emigriert,
von meiner gebrochenen Sprache.
Die eine, die noch versucht, Dich anzurufen,
in dieser ozeanischen Nacht
von geschlafenen Dünen.

Aber es gibt doch kein Substantiv
um diese Ruhe zu nennen.






DEL TIEMPO NATURAL


Sólo con ver
cómo las olas caen
redondas como pámpanos
sobre la arena hambrienta.

Sólo con escuchar
el aleteo de las hojas
recorriendo el otoño
de la mano del viento.

Sólo con ese pulso
ajeno de minutos
la vida tiene tiempo.



VON DER NATÜRLICHEN ZEIT


Nur durch das Sehen
wie die Wellen fallen,
so rund, wie sich Rebe verzweigt,
auf dem hungrigen Sand.

Nur durch das Zuhören
das Flattern von den Blättern
im Überqueren des Herbstes
durch die Hände des Windes.

Nur mit so einem Puls
ahnungslos von Minuten
das Leben hat seine eigene Zeit.






DE LO IRREPETIBLE


Es que esta noche
puede ser la primera,
la última
o la única
y yo sin comprender
que acaso sea
la primera,
la última
o la única
en la que ese rumor de viento desganado
y los ojos de un gato
se dan cita.



VON DEN EINMALIGEN MOMENTEN


Deshalb diese Nacht
kann das Erste oder das Letzte,
oder das Einzige sein
und ich bleibe hier ohne Verständnis,

daß vielleicht diese Nacht
das Erste oder das Letzte ist,
oder das Einzige
in dem, daß das Blasen,
Gerücht des Windes
trifft sich mit den Augen eines Katzen.






DE LAS PALABRAS


¿Para qué las palabras
si está el beso
y el tiempo que transcurre
y el delicado fuego
de amapolas ardientes?



VON DEN WÖRTERN


Wofür sind die Wörter
wenn der Kuß ist,
und die Zeit, die verfällt,
und das delikate Feuer
von brennenden Mohnblumen?






DE LA SABIA VEJEZ


Sobre un corcel de invierno
va el viejo que me alberga,
aquel de rostro enjuto
y medida palabra.

Va siendo lo que fue
detrás de un gran silencio
y acumula amapolas,
rencillas cotidianas,
un áspero café
y vida aún deshecha
en agrios almanaques.

Monta en pos de la muerte
y sabe que no puede
con las vanas palabras
torcerle su capricho.



VON WEISEN ALTER


Auf einem Winterroß
trägt mein Alter meine Zuflucht,
mit seinem mageren Gesicht,
mit den präzisen Wörtern.

Er ist nur das, was er war,
hinter einer großen Ruhe
und er sammelt Mohnblumen an,
täglich Streitereien,
ein rauher Kaffee
und sogar ein offenes Leben
in den sauren Almanachen.

Er reit und geht nach dem Tod
er weiß doch, daß er nicht kann
nur mit eitlen Wörter
um ihre Laune zu verdrehen.






DEL PROPIO DESTINO


La vida me miraba
con sus ojos de espejo
desgranando en sus manos
un racimo de tiempo.

Antes esos ojos plenos
y a la orilla del día
dejé hastío y cordura,
la memoria sin luz,
las circunstancias
y el debido respeto hacia la nada.

Y mirando a la vida
le entregué mi destino.



VOM EIGENEN SCHICKSAL


Das Leben schaut' mich
mit seinen Spiegel-Augen an,
körnte es aus in den Händen
eine Traube voller Zeit.

Vor jener vollen Augen
und auf dem Tagesstrand
verließ Ich Ekel und Verstand,

Erinnerung ohne Licht,
die Umstände
und der fällige Respekt zu Nichts.

Ich schaute das Leben an
und gab Ich ihm mein Schicksal.







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